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 patija.Da
wir für den Beginn der Kreuzfahrt Opatija gewählt haben, dürfen wir nicht
vergessen, dass Opatija an einer Stelle errichtet wurde, deren Charakteristik
das besondere Mikroklima ist, das uns nicht täuschen darf. Wie die meisten
mondänen Zentren hat Opatija von einem Teil der Küste Besitz ergriffen, auf
dem die Sonne am häufigsten scheint, wo die Luftfeuchtigkeit dem üppigen Wuchs
der Vegetation zuträglich ist und wo es beinahe keinen Wind gibt. Die Stille,
die Opatija umgibt, muss für die Nautiker kein ausreichender Grund für den
Beginn und die Planung der Kreuzfahrt in der Kvarner-Bucht sein.
Vier Arten von Nautikern besuchen Opatija. Die Schiffs- und Bootseigner, die
ihre Fahrzeuge ständig in einer der Marinas oder Vertäuungsplätze vertäuen,
Nautiker, die ihre Boote mit Hilfe verschiedenartigster Anhänger mit sich
führen sowie jene, die Boote in Opatija mieten. Natürlich wird Opatija auch
von Nautikern besucht, die über das Meer hierher gelangen. Wir sind überzeugt,
dass diese Letzteren ihre Kreuzfahrt noch vor ihrer Ankunft in Opatija
sorgfältig geplant haben und hier das vielfältige und reiche touristische
Angebot genießen wollen.
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Die Schiffs- und Bootseigner schenken zwei Marinas ihr Vertrauen. Jener
kleineren im Besitz des Hotels "Admiral" (200 Vertäuungsplätze) und
der größeren, der ACI
Marina Opatija (400 Plätze), die sich in einigen Kilometern Entfernung vom
Zentrum Opatija's, in Ièièi, befindet.
Der städtische Hafen besteht aus einer Mole und einem geschützten
Hafenbecken. Letzteres ist mit Booten der Bewohner Opatija's überfüllt, so
dass man das Einfahren in das Hafenbecken vermeiden sollte. Im äußeren Teil
der Mole des städtischen Hafens befindet sich eine Tankstelle, an der die
Fahrzeuge mit allen Arten des erforderlichen Treibstoffs versorgt werden
können. Die Tiefe des Meeres ermöglicht allen Arten von Schiffen (von 4-6 m)
ein unbehindertes Anlegen. In der Mitte der Mole befindet sich das Hafenamt, in
dem auch die Zollformalitäten erledigt werden können.
Die
Nautiker, die über die Straßen hierher kommen, können ihre Boote an allen
drei erwähnten Stellen ins Meer lassen.
Ohne Rücksicht darauf, welcher Gruppe die erwähnten Nautiker angehören,
muss sich die Planung des Beginns oder der Fortsetzung der Kreuzfahrt auf der
Wetterprognose begründen. Da aber der bevorstehende Urlaub auf dem Meer für
viele Benützer der Schiffe und Boote auch das völlige Ausschalten aus dem
Alltagsleben voraussetzt, bedeutet dieser Wunsch nach dem Vergessen der
täglichen Sorgen auch eine Unterbrechung der Nutzung von Fernsehen, Rundfunk
und Zeitungen, die uns nützliche Informationen für einen erfolgreichen Urlaub
übermitteln. Die
Nautiker erhalten die Wetterprognose mittels der VHF-Station. Den Bereich
Opatija deckt "Rijeka radio" auf dem 24. Kanal ab, wobei die
Wetterprognose um 7,45 Uhr, 13,45 und um 19,45 Uhr gesendet wird.
Wenn die Wetterprognose eine Bora ankündigt, die ihre größte Stärke in
der Straße von Senj erreicht, ist dies ein berechtigter Grund, unsere
Kreuzfahrt entlang der Westküste von Cres zu planen.
Denjenigen,
welche die Art der Entstehung der Bora kennen, muss ein Blick auf den Velebit
genügen. Auf Grund der Größe der "Kappe" über diesem Gebirge
lässt sich schließen, mit welcher Stärke die Bora blasen wird. Die
"Kappe", wie sie von den Einheimischen genannt wird, wird von den
Wolken der Bora gebildet.
Man darf nicht vergessen,
dass die Bora gegen Mittag schwächer wird, wobei diese Abschwächung nicht als
Ankündigung für das Ende der Bora gedeutet werden sollte. Die älteren
Bewohner des Kvarner sagen, dass die Bora zu dieser Zeit zum Mittagessen geht,
jedoch nachmittags noch heftiger zurückkehren kann (wahrscheinlich wegen einer
schwachen Mahlzeit, obwohl die "Alten" darüber nichts sagen).

Häufig
kann man hören, dass es genügt, aus Opatija in Richtung Rijeka zu blicken,
über dessen südlichen Teil ein mächtiger Schornstein aufragt. Wenn aus diesem
der Rauch kerzengerade in die Höhe aufsteigt, gibt es keine Bora. Sollte er
sich indessen waagrecht und parallel mit der Meeresoberfläche ausbreiten, wird
es eine starke Bora geben. Für die Nautiker eignen sich jedoch Windrosen in
Form von Industrieschornsteinen nicht. Im übrigen, was würde sein, wenn eines
Tages der Rauch wegen eines Defekts an den Anlagen ausbleibt? Oder aber, wenn
der Rauch aus ökologischen Gründen auf eine andere, weniger sichtbare Weise
abgeleitet wird.
Wenn wir uns der nautischen Karte mit der Absicht zuwenden, so rasch wie
möglich an die Westküste von Cres zu gelangen, um Schutz vor der
angekündigten Bora zu finden, beginnen wir nochmals zu überlegen! Wollen wir
wirklich so rasch
forteilen oder vorher noch Lovran, Medveja, Mo¹æenièka Draga oder Br¹ec
einen Besuch abstatten. Natürlich auf dem Landweg, denn während der Bora
bieten deren Anlegeplätze keine sichere Zuflucht.
Mo¹æenica! Wenn wir die Kreuzfahrt aus irgendeinem
Grund um einen Tag verschoben haben, können wir von Mo¹æenica aus wie von
einer Aussichtswarte einen großen Teil der Kvarner-Bucht überblicken. Oder
aber, falls wir bereits in See gestochen sind, den Blick auf Mo¹cenica zurückwenden.
Von dort und aus den
Wäldern, die dieses wunderschöne Städtchen umgeben, betrachten uns die
einheimischen, altslawischen Götter Perun, Svantovid und Troglav.
Wenn das Wetter bei der Fahrt nach Cres stabil ist, sollte man die
Gelegenheit benützen, um in einer der herrlichen kleinen
Buchten zwischen Mo¹æenièka Draga und Br¹ec mit ihren weißen Stränden zu
baden. Die meisten dieser Buchten sind vom Festland aus unzugänglich, so dass
sie den Liebhabern der Einsamkeit sicher gefallen werden.
Sollten wir jedoch auf halbem Wege nach Cres von der Bora überrascht werden
oder aus irgendeinem anderen Grund Zuflucht suchen müssen, ohne Cres erreicht
zu haben, wird Rabac mit seinem geräumigen Hafen ein sicherer Zufluchtsort
sein. Und zwar der östliche Teil des Hafens während einer Bora und der
östliche Teil während des Südwinds Jugo.
uf
Cres bietet sich im nordwestlichen, dem Festland zuwandten Teil, als mögliches
Refugium die Ortschaft Porozina an. Porozina ist ein im Sommer überaus
verkehrsreicher Trajektanlegeplatz, so dass er den Nautikern zu dieser
Jahreszeit nicht zu empfehlen ist. Die im Sommer ununterbrochen verkehrenden
Trajekte verbinden Cres mit dem Festland (Porozina - Brestova). Im südlichen
Teil dieser Bucht befindet sich ein schöner Badestrand, wobei Schiffe bis zu
zehn Meter Länge hier ohne Probleme ankern können. In keinem Falle sollte man
jedoch hier übernachten.
Hinter dem Leuchtturm auf dem Kap Prestenec führt unser Kurs entlang des
Kaps Pecenj. In dessen unmittelbarer Nähe (wahrscheinlich hat es auch damit zu
tun) befindet sich auf dem Meeresboden das Wrack eines gesunkenen Schiffes, das
oft das Ziel von Tauchern ist. Deshalb müssen die Nautiker hier auf die Taucher
Acht geben, vor allem jene mit schnellen und kräftigen Gleitbooten. Der Name
des gesunkenen Schiffes ist "Lina".
An
Cres kann man sehr nahe der Küste vorbeifahren, da das Meer hier sehr tief ist.
Vom Meer aus ist die Straße zu sehen, die von Porozina aus entlang der ganzen
Küste führt. Wenn uns jedoch etwas zustößt, irgendeine Panne oder ein
ähnliches Missgeschick, sollten wir nicht daran denken, in der Nähe einer der
herrlichen und zahlreichen Strände vor Anker zu gehen, um von hier aus in
einigen Minuten die Straße zu erreichen, um Hilfe zu holen. Dies ist einfach
unmöglich! Die niedrigen Gewächse, so niedrig sie auch sein mögen, sind
untereinander so verflochten und verwachsen, dass sie für den Menschen
unpassierbar sind. Zumal für Nautiker! Scharfkantig und voll von Stacheln sowie
ohne Zweige, mit deren Hilfe man vielleicht irgendwohin aufsteigen könnte. Ein
unwahrscheinlicher und unpassierbarer Dschungel, niedriger als die Höhe eines
Menschen. Dies sollte auch nicht weiters verwundern, da die ganze Region der
Tramontana, also das nordwestliche Ende der Insel, ein weithin bekanntes
Jagdrevier ist, wo es Wildschweine, Hirsche und andere Wildtiere gibt.
Nur eine Meile südlich des Kaps Pecenj unterhalten die Bewohner von
Dragozetiæ einen Anlegeplatz in der gleichnamigen Bucht. Hier befindet sich
eine längerer Hafenkai, an dem häufig ein Schiff mit Touristen anlegt.
Der Weg von diesem Anlegeplatz führt direkt bis zum Ort, der vom Meer zwei
Kilometer entfernt ist.
Sv. Bla¾: obwohl der Ort auf der nautischen Karte so
aussieht, als müsste er einen Anlegeplatz haben, gibt es keinen solchen!
Südlich vom Kap Sv. Bla¾
ist die Küste steil und nur für Tagesaufenthalte geeignet, jedoch ist die
erste Bucht, in der man auch die Nacht verbringen kann, jedenfalls die Bucht
Gavza. Natürlich sind wir jetzt bereits in der Nähe der Stadt Cres, dem
größten Ort auf der Insel Cres, mit allen Vor- und Nachteilen, welche die
Zivilisation mit sich bringt. Wenn die Sicherheit des Schiffes und der Besatzung
oberstes Ziel ist, werden wir in der gut geschützten Bucht von Cres
übernachten.

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Einfahrt in den Hafen von Cres, führt uns der
Weg durch einen langen und beinahe vierhundert Meter breiten Kanal. Die Einfahrt
in den Kanal ist durch einen weißen und grünen Leuchtturm gekennzeichnet. Auf
dem Kap Kovaèine befindet sich ein weißer Leuchtturm und auf dem Kap Kri¾ice
ein grüner. Der Kanal
ist tiefer an dem Teil, der mit dem Kap Kri¾ice beginnt. Nach der Einfahrt in
den Kanal wird auch der Leuchtturm auf dem Kap Melin sichtbar. In unmittelbarer
Nähe dieses Kaps befinden sich eine Sandbank und Unterwasserriffe, so dass es
zu empfehlen ist, einen größeren Abstand zu halten. Nach
dem Umfahren dieses Kaps, wird in Richtung Ost der städtische Anlegeplatz
sichtbar und gleich daneben eine Schiffswerft.

Im
südlichen Teil der Bucht von Cres befindet sich die ACI Marina Cres. Die
Marina verfügt über etwa 450 Vertäuungsplätze, von denen jeder mit Wasser-
und Stromanschlüssen ausgestattet ist. Außer den üblichen Dienstleistungen,
wie sie die ACI Marinas bieten (Rezeption, Wechselstube, Restaurant,
Sanitäranlage, Lebensmittelgeschäft, Verkauf nautischer Ausrüstung,
Service-Werkstätte, Kran mit einer Tragfähigkeit von 30 t, Vorrichtung mit
Kran zum Abnehmen und Aufrichten hoher Maste, Schiffs- und Bootsvermietung)
werden die Dienstleistungen in dieser Marina durch komfortable Appartements
ergänzt. Die Tankstelle befindet sich im Nordteil der Marina und hier befindet
sich auch, was ansonsten nicht üblich ist, eine zahnärztliche Ordination. Die
Kommunikation mit der Rezeption der Marina wird über den VHF Kanal 17
hergestellt.
In der Stadt befindet sich das Hafenamt Rijeka - Expositur Cres. Die
Verbindung mit dem Hafenamt erfolgt mit Hilfe der VHF Station auf Kanal 10. Nach der Rast in Cres und der
Besichtigung vieler kultureller Sehenswürdigkeiten, können wir mit dem Schiff
nach Valun fahren, das sich drei Meilen südlich von der Einfahrt in den
Hafen von Cres befindet.
Der
Ort erstreckt sich direkt entlang der Meeresküste und ist von dicht bewaldeten
Bergen umgeben. Ein schmaler Küstenweg führt zu einem Kiesstrand, hinter dem
ein Camp eingerichtet ist. Die Bewohner von Valun sind als Fischer bekannt und
bieten den Nautikern ihren Fang in einigen Gastgewerbeobjekten an, von denen man
wirklich sagen kann, dass sich ihre Terrassen und die darauf befindlichen Tische
im Meer befinden In der Marienkirche wird eine
steinerne Tafel, die sog. Valunska
ploèa aufbewahrt, die einen bedeutenden Teil der
kulturellen Geschichte der Kroaten darstellt. Die darauf befindliche Inschrift
ist mit Buchstaben der Glagoliza-Schrift eingemeißelt. Eine Kopie des Textes
befindet sich als Zierexemplar vor der Taverne "Juna". Die Taverne ist
in einem Haus untergebracht, in dem einst Oliven gemahlen wurden. Die steinerne
Mühle ist dort noch heute zu sehen. Die Gastgeber bewahren auch traditionelles
Küchengeschirr auf, in dem einst die Nahrung zubereitet wurde.
Bei
der Einfahrt nach Valun ist die Marienkirche nur ungenügend wahrzunehmen, um
als Orientierungspunkt dienen zu können. Der Schiffsbug sollte am besten einige
Grad östlich der kleinen Hafenmole, die sich ins Meer erstreckt und mit
aufgeschüttetem Steinmaterial endet, ausgerichtet werden. Senkrecht zur
Richtung dieser kleinen Hafenmole, in Richtung Ost, wurde eine breitere
Hafenmole errichtet. Die Nautiker können hier an deren Außenseite anlegen, da
der kleine Hafen, den diese Mole schützt, meist mit den Booten der
einheimischen Bevölkerung voll ist. Am Ostende dieser Hafenmole ist das Meer am
tiefsten. Es empfiehlt sich ein Anlegen mit dem Bug, wobei der Anker
gleichzeitig über das Heck geworfen werden sollte. Sollte es an der
Haupt-Hafenmole keinen Platz geben, kann man auch in der Bucht Dovica vor Anker
gehen. Dort ist auch ein eiserne Boje verankert, auf die man beim nächtlichen
Manövrieren achten sollte. Valun verfügt über keinen Leuchtturm. Auf der
Hafenmole befinden sich Wasser- und Stromanschlüsse.
Während einer starken Bora ist ein Aufenthalt in Valun nicht zu empfehlen,
sondern man sollte lieber in der Bucht der Stadt Cres Zuflucht suchen.
Ohne Rücksicht darauf, ob wir die Kreuzfahrt aus Valun oder aus Cres
fortsetzen, werden wir den Bug in Richtung des Kaps Pernat ausrichten. Auf
diesem Kap befinden sich einige schöne Buchten und es wäre schade, nicht im
überaus sauberem Meer zu baden, wobei das Ankern äußerst einfach ist,
insofern kein stärkerer Wind bläst.
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zwei Meilen südlicher
treffen wir auf ein sehr interessantes Geflecht von Kaps und Buchten sowie dort
befindlichen Stränden. Das Kap Zaglav und das Kap Miraèine werden von drei
Buchten geformt. Obwohl diese nur etwa einhundert Meter voneinander entfernt
sind, herrschen
in ihnen völlig unterschiedliche Bedingungen. Während die Bucht Zaglav auch
während einer starken Bora ziemlich sicher ist, verursacht dieselbe Bora in der
Bucht Miraèine einen starken Luftwirbel, der einer Art Wasserhose gleicht. Die
kleine Insel Zaglav, auf der sich der gleichnamige
Leuchtturm befindet, ist nicht so interessant, um hier vor Anker zu gehen oder
anzulegen. Es genügt hier zu fotografieren, um eine Erinnerung daran zu
behalten.

Auf der Weiterfahrt zum Kap Brkljaè fällt
unser Blick auf Lubenice, das zu bewölkten Zeiten den Eindruck erweckt, als
befinde es sich irgendwo zwischen Himmel und Erde. Die steilen Felsen scheinen
uns noch höher und in Metern gemessen - 378 Meter über dem Meeresspiegel. Und
dies wirklich direkt über dem Meer.
In der Nähe von Lubenice fliegen häufig Gänsegeier. Mit ihren riesigen
Flügeln tragen auch sie zur Irrealität des ganzen Schauspiels bei. Sie stehen
unter dem Artenschutz, da nach allem zu schließen diese Kolonie auf der Insel
Cres die letzten Exemplare ihrer Art darstellt und gemeinsam mit Lubenice den
Eindruck erweckt, einer anderen Zeit anzugehören. Einer vergangenen oder
künftigen, ganz egal.
Nach
dem Muster der Schönheiten, die sich in die Lüfte schwingen, schmückt sich
die Bucht ®anja mit
der herrlichen Grotte Plava oder Plava grota (Blaue Grotte), wie sie von
den Bewohnern von Cres genannt wird. Während der Ebbe gelangt man in die Grotte
durch einen zehn Meter langen, niedrigen Tunnel. Wenn man sie während der Flut
besuchen will, müssen wir durch den erwähnten Tunnel tauchen. Das Gewölbe der
Grotte reicht bis in eine Höhe von fünfzehn Metern und durch eine Öffnung an
der Spitze beschert das Spiel des Lichtes den Besuchern das ganze Wunder der
Natur.
Aber
auf diesem Teil der Fahrt entlang der Küste von Cres scheint es, als ob jemand
mit unserem gewohnten Verständnis der Natur zu scherzen versucht. Was sollte
man nämlich von dem See (Vransko jezero) sagen, der sich in der Mitte
von Cres, am Abhang des Helm-Berges befindet. Obwohl vom Meer her dem Blick
verborgen, verkündet er seine Anwesenheit durch eine kräftige unterseeische
Quelle in der Bucht Vrutek. Die Oberfläche des Vransko jezero ist um 13 Meter
höher als der Meeresspiegel, während der Grund des Sees 61 Meter unter die
Meeresoberfläche reicht, was wirklich erstaunlich ist. Dieser riesige
Süßwassersee hängt auf irgendeine unerklärliche Weise in das Meer.
Die
nächste Sehenswürdigkeit auf unserem Kurs ist die Bucht Velika Slatina. Sind
wir bisher entlang der verlassenen und steilen
Küste von Cres gefahren, werden wir jetzt von einem Bild des Trubels und der
Freude des sommerlichen Vergnügens überrascht, sobald unser Blick auf das
Innere dieser Bucht fällt. Hier befindet sich das schön eingerichtete Camp
Martin¹æica mit einem größeren Strand, von dem der
nördliche Teil den Nudisten vorbehalten ist, während man auf dem südlichen
Teil die Wahl hat. Die Nautiker am Steuer müssen Acht geben, dass sie wegen
dieses überraschenden Schauspiels nicht vergessen, auf die Karte zu schauen. In
der Mitte der Einfahrt in die Bucht befinden sich Unterwasserriffe. Wenn wir
also beabsichtigen, in die Bucht einzulaufen, muss man sich mehr an die
Nordseite der Bucht halten. Findet man hier Platz, kann man in dieser Bucht in
Ruhe übernachten.

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Problem freier
Vertäuungsplätze wird uns auch bei der Einfahrt in Martin¹æica
begleiten. Wenn wir direkt im Ort Martin¹æica anlegen wollen, kann dies auf
jeder Seite der Hafenmole geschehen. Diese ist etwas weniger als vierzig Meter
lang und erstreckt sich in Richtung Süden. Am äußeren
Ende der Mole beträgt die Meerestiefe zwischen 2 und 2,5 Meter, während sie
zum Ortsufer hin immer seichter wird. Wenn die Hafenmole voll von Schiffen ist,
kann man auch in der Mitte der Bucht ankern, wo das Meer zwischen 4 und 6 Meter
tief ist. Allerdings besteht der Meeresboden aus Kies, so dass der Anker nicht
gerade gut greift.

Es gibt einige Gründe dafür, weshalb man Martin¹èica aufsuchen sollte.
Ein schöner Strand sowie eine Fülle an einheimischen Produkten, die nicht nur
in Martin¹æica, sondern auch in den Nachbarorten Mihola¹æica und ©tivan
erzeugt werden. Besonders geschätzt wird hier Schafskäse, Honig und
einheimischer Wein.
Sollten wir wegen des Trubels oder weil wir es so geplant haben weiterfahren,
wird unser Blick auf die größere Insel Zeèa fallen.
Jedoch gibt es dort außer dem Leuchtturm für die Nautiker nichts Sehenswertes.
Die kleine Insel Visoki zwischen Zeèa und Cres, auf der sich ebenfalls ein
Leuchturm befindet, ist auf der Ostseite mit vielen Unterwasserriffen übersät,
so dass man, um diese zu umgehen, zwischen Zeèa und Visoki fahren muss. Wenn
man aber auf noch einem der zahlreichen und einsamen Strände baden will, sollte
man sich nahe der Küste von Cres halten! Der Küste entlang fahrend, werden
wir in der Bucht Mara¹ica
einen kleine Mole wahrnehmen. Nach Mara¹ica befindet sich die erste sichere
Zufluchtsstätte hinter dem Kap Ustrine. In der Bucht ®al wird die Ruhe
manchmal von einem starken Jugo gestört, der in kleineren Windstößen
einfällt. Wenn wir aber wegen
des Trubels nicht früher anhalten konnten (z.B. in Martin¹æica), wird uns
diese Bucht sicheren Schutz bieten.

Von hier aus bis nach Bijar wird jeder einen Badestrand finden, wobei jedoch
nächtliches Baden zu vermeiden ist. Dafür aber ist Bijar zum Übernachten sehr
geeignet, da es vor allen Winden geschützt ist. Im nordöstlichen Teil der
Bucht befindet sich eine kleine Mole mit einigen gemauerten Pollern. Die
Einfahrt in die Bucht kennzeichnet ein roter Leuchtturm auf dem nördlichen Kap
der Bucht. Größere Boote können westlich des Leuchtturms ankern. Hier ist der
Meeresgrund sandig, was bisher bei der Fahrt entlang der Küste von Cres nicht
der Fall war.
Von Bijar nach Osor ist es nur einige Kabel weit. Diejenigen, die Osor, eine
der ältesten Siedlungen im Kvarner, besichtigen wollen, können am östlichen
Ufer des Kanals anlegen, der bereits zur Römerzeit zwischen den Inseln Cres und
Lo¹inj durchstochen worden war und den Weg aus den Häfen der nördlichen Adria
nach Dalmatien bedeutend verkürzte. Der Kanal wird von einer (beweglichen)
Drehbrücke überbrückt, die täglich um 9 und um 17 Uhr geöffnet wird. Da wir
aber beabsichtigen entlang der Westküste von Lo¹inj weiterzufahren, müssen
wir diejenigen, die in Osor anhalten wollen, darauf hinweisen, auf die
Meeresströmungen zu achten. Diese sind in dem künstlich gegrabenen Kanal sehr
stark (manchmal bis zu 4 Knoten Geschwindigkeit).
Obwohl von der Bora gesagt wird, dass sie aus
Richtung Nordost bläst, beeinflusst jede größere Bucht und Reliefänderung
entlang der Westküste von Cres auch die Windrichtung der Bora. Diese
Richtungsänderungen sind am meisten in dem uns jetzt bevorstehenden Teil der
Reise ausgeprägt.
Der Grund dafür ist jedenfalls die Osorèica, der höchste Berg auf Lo¹inj,
der in unmittelbarer Nähe von Osor bis zu 589 Meter Höhe
emporragt. Wenn uns aber bisher die Richtung der Bora bei unserer Fahrt gestört
hat, werden wir nach dem Abbiegen hinter dem Kap Osor spüren, dass uns der Wind
jetzt immer mehr hilft. Er wird mehr zum Heck hin schwenken und uns durch die
Passage von Unije (Unijska Vrata) hindurch zwängen. Für die Segler wird dies
ein richtiger Genuss sein, obwohl sie sich vor den kräftigen Windstößen in
Acht nehmen müssen. Für die Motorschiffer wird die Fahrt jedoch angenehm sein,
da die Bora hier keine größeren Wellen verursacht.
Beim
Ansteuern der Passage zwischen Male Srakane und dem Kap Kurila auf Lo¹inj und während
der Fahrt in Nähe der Küste, werden wir eine schöne Bucht hinter dem Kap
Tomao¾in wahrnehmen. Wenn wir Zeit haben, werden wir nicht
bereuen hier anzuhalten.
Zwei Meilen vor der erwähnten Passage muss auf eine seichte Stelle geachtet
werden, die sich mit der kleinen Insel Karbarus aus dem Meer erhebt. Das Kap
Kurila muss in geziemender Entfernung umfahren werden.
Wenn wir beim Kap Kurila abdrehen und den Bug zur Einfahrt nach Mali Lo¹inj
ausrichten, werden wir spüren, wie die Kraft der Bora nachlässt. Wenn aber der
Jugo bläst, müssen wir uns bewusst sein, dass wir jetzt auf das offene Meer
hinausfahren und uns während des Jugo die großen Wellen nicht überraschen
dürfen.
Vor der Bora werden wir nur bis zum Kap Beli geschützt sein, wo uns neue
Windstöße erwarten werden. Glücklicherweise hat die Bora hier nicht genügend
Raum, um größere Wellen zu hervorzurufen. Die kleine Insel Zabodaski (roter
Leuchtturm) können wir von irgendeiner Seite umfahren. Die Einfahrt in die
Bucht, an deren südlichem Ende die Stadt Mali Lo¹inj liegt, ist durch einen
roten Leuchtturm auf dem Kap Torunza und einem grünen Leuchtturm auf der
anderen Seite des Kanals gekennzeichnet.

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Nach
der Durchfahrt zwischen diesen beiden Leuchttürmen und nachdem wir nach Süden
geschwenkt sind, wird Mali Lo¹inj sichtbar. Obwohl ein Teil des Namens ('mali')
aussagt, dass sie 'klein' ist, handelt es sich um eine große und an Inhalten
interessante Stadt. Für die Nautiker ist es wichtig zu wissen, dass sie noch
vor der Stadt, gleich nach der Drehbrücke, die Lo¹inj verbindet (oder trennt),
die Sicherheit der Marina nutzen können, die sich in unmittelbarer Nähe der
Brücke befindet. Die Brücke wird zweimal täglich, und zwar um 9 Uhr und um 17
Uhr geöffnet. Die Marina bietet die üblichen nautischen Dienstleistungen
(Rezeption, Sanitäranlage, Wasser- und Stromanschlüsse, Verkauf nautischer
Ausrüstung). Dazu gehört auch ein Zollmole, wo alle erforderlichen
Zollformalitäten abgewickelt werden können.

In unmittelbarer Nähe der Marina befindet
sich eine große Schiffswerft, in der die Nautiker jegliche Hilfe finden
können. Nach der Werft fahren wir direkt in den städtischen Hafen ein.
Das Hafenamt Rijeka, Expositur Mali Lo¹inj, ist über den VHF Kanal ..... zu
erreichen. Der städtische Hafenkai ist meist mit Fischer- und touristischen
Booten ausgefüllt, während die Boote der Bewohner von Lo¹inj am Ende des
Hafens vertäut sind. Im westlichen Teil der Bucht sind einige schwimmende
Pontons errichtet worden, jedoch muss man bei der Vertäuung Vorsicht walten
lassen. Wenn der Wind entlang der Bucht in Richtung Mali Lo¹inj bläst,
entstehen unangenehme Wellen, welche die Pontons und die vertäuten Boote
bedrohlich schaukeln lassen. Nach den erwähnten Pontons nehmen wir eine
Tankstelle wahr, wo im Sommer ein großes Gedränge entsteht. Beim Warten auf
das Tanken sollte man die großen Schiffe im Auge behalten, die beim häufigen
Einfahren in den städtischen Hafen große Wellen hervorrufen. In dem
entstehenden Gedränge können ungeduldige und unvorsichtige Nautiker
Beschädigungen an den schwimmenden Objekten verursachen.
Die Halbinsel, die den westlichen Teil der Bucht abschließt, ist mit einem
dichten Pinienwald aufgeforstet und von alters her als Heilstätte bekannt. Auf
ihr befindet sich der Großteil der Hotels und Camps von Lo¹inj.

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 uf
der Fahrt nach Ilovik, wobei wir die Bucht auf demselben Weg verlassen, auf dem
wir in Mali Lo¹inj eingefahren sind, können wir diesen gesamten Komplex von
Hotels, Camps und zahlreichen Steinstränden vom Meer aus einsehen. Bis Ilovik
sind es nicht mehr als etwa zehn Meilen. Bei der Planung der Kreuzfahrt sollte
man jedenfalls den Aufenthalt in einer der herrlichen tiefen Buchten, die von
dichten Kiefernwäldern umgeben sind, vorsehen. Am bekanntesten sind ©ikat und
Krivica. ©ikat müssen die Nautiker mit den Gästen des Hotels teilen, während
das vom Land her schwer zugängliche Krivica ein Privileg der Nautiker ist.
Vor
der Einfahrt in den Kanal zwischen Ilovik und Sv.Petar, einer kleinen Insel
gegenüber von Ilovik, muss aufmerksam und ohne den Blick von der Karte zu
wenden, gefahren werden. Die Ufer beider Inseln sind sehr seicht, während die
Passage in der Mitte zwischen 4 und 7 Meter tief ist. Der Kanal in Ilovik ist
ein häufiger Zufluchtsort der Nautiker, wobei diese bei schlechtem Wetter auch
einige Tage im Kanal verbleiben, um dort auf günstigeres Wetter zu warten. Zum
Gefühl der Sicherheit tragen auch die vielen Bojen bei, die im östlichen Teil
des Kanals verankert sind. Es gibt hier auch einige bekannte Restaurants.
An
der Hafenmole von Ilovik, an deren äußerem Ende ein roter Leuchtturm steht,
legen auch Linienschiffe an. Wenn wir einen Platz an der Mole gefunden haben,
müssen wir bereit sein, einem Schiff Platz zu machen, wenn dessen Kapitän dies
verlangt (meistens ist er sehr erbost, da es ihm nicht leicht fällt, zwischen
den vielen Booten zu manövrieren). Alle anderen Ufer des Kanals, obwohl es
einige kleine Anlegeplätze gibt, sind für eine sichere Vertäuung der Boote
nicht ausreichend tief. Falls Sie auf Ihrem Boot keine Hilfsboot haben, genügt
es einige Male mit dem Nebelhorn zu hupen, worauf die Gastgeber mit ihren Booten
kommen, um sie an Land zu bringen. Natürlich erwartet man dann von Ihnen, dass
Sie in einem ihrer Restaurants speisen werden. Versäumen Sie nicht, unter den
vielen Fischspezialitäten, die Sie hier genießen können, auch die
einheimischen Kalmaren (Tintenfische) zu verkosten. Diese haben hier einen
besonderen Geschmack.
Ilovik ist durch noch eine Sehenswürdigkeit bekannt. Man erzählt sich, dass
es die einzige Insel ist, deren Friedhof sich auf einer anderen Insel befindet,
nämlich auf der Insel Sv. Petar (St. Peter).
Für die Nautiker ist Ilovik ein sicherer und angenehmer Ankerplatz, der im
Sommer jedoch von Booten überfüllt ist. Falls es aber stimmt, dass Nautiker
mit Geduld gewappnet sind, werden Sie den Aufenthalt in Ilovik genießen.
Nach der Abfahrt aus Ilovik werden wir bald auch die unsichtbaren Grenzen des
Kvarner überqueren. Der gute Geist Perun wird Sie mit dem Duft der Pinien
hinaus geleiten und geduldig auf Ihre Rückkehr warten.
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